Der Anfang war alles andere als leicht, wurde doch im März 2020, nach einer Woche Benedikt Grutschs als Kapellmeister, der Covid-Lockdown verhängt, den er nicht mitzuverantworten hatte, so Präsident Alt-LH Günther Platter in seinen Begrüßungsworten. Nach den erwähnten anfänglichen Schwierigkeiten starteten die Musiker dann einen musikalischen Höhenflug, der mit den höchsten Auszeichnungen beim Bezirksmusikfest 2023 in Fiss gekrönt wurde. Die Musikkapelle Zams ist eine herausragende Kapelle, die für viele Musiker aus anderen Kapellen gerne ein Vorbild ist, war einer der Sätze beim diesjährigen Cäciliakonzert, so Platter. Gleichzeitig zählen sowohl der Landeskapellmeister, der Obmann des Landesblasmusikverbandes und auch der Präsident des Verbandes (Günther Platter) zum Klangkörper.
Ein salut auf Josef Netzer
Mit der Auftragskomposition des Josef-Netzer-Marschs begann der Konzertabend. Natürlich eine Hommage an den großen Zammer Komponisten des 19. Jahrhunderts. Als nächstes stand die musikalische Umsetzung der Nordlichter am Programm. Dieses Stück von Rossano Galante ließ die großartige Landschaft des nördlichen Europas im Geiste der Zuhörer Gestalt annehmen. Es folgte der Höhenflieger-Marsch von Gerhard Lampert. Eines tragischen Flugzeugunglücks – dem Absturz eines britischen Fliegers am Glungezer – gedachte das eindrucksvolle Stück „The Last Flight“ von Michael Geisler.
Präsident Platter und Obmann Wohlfarter bedankten sich im Namen der ganzen Musikkapelle beim scheidenden Kapellmeister Grutsch mit einem von Herzen kommenden Dankeschön, einer edlen Flasche Wein und einem Abschiedsschnapserl.
Dann kam der Höhepunkt des Abends, die Komposition „2020“ von dem aus See stammenden Kapellmeister Stefan Matt. Die Musik thematisiert die Covid-Situation des Jahres 2020 – ein wunderbares Werk, bei dem die Zammer Musiker von ihrem Dirigenten zu Höchstleistungen geführt wurden.
Den Abschluss des Abends bereiteten drei Märsche, und somit war der traditionellen Blasmusik auch noch Tribut gezollt. Der Abend fand dann seinen gemütlichen Ausklang bei einem Gläschen und guten Gesprächen im Foyer des Hauses der Musik. Durch den Abend führte Kathi Huber, charmant und äußerst informativ.
Bericht aus der Rundschau, Nr. 48, 27. und 28. November 2024, Seite 33